Tempus Saltus Tempus Saltus



und begebt Euch mit uns in eine Zeit, als Herzöge und Könige die Geschichte der deutschen Lande lenkten und der Glaube noch Berge versetzen konnte.

Der Harz war wildes Grenzland und allenthalben sorgten Slawen und ungarische Reiterhorden für Angst und Schrecken unterm deutschen Volke. Doch da betrat ein Mann die Bühne der Geschichte, der ward Herzog Heinrich geheißen, von hehrem Wesen und edler Gesinnung. Ihm ward die Krone des Reiches angetragen - die Königswürde.
Er sollte der neue Herrscher des Ostfränkischen Reiches sein. Seine Herrschaft sollte das Land einen und die äußeren Feinde besiegen. Und Heinrich lud sich die schwere Last auf seine Schultern. Als erstes schloss er eine Waffenruhe mit den Ungarn und zahlte ihnen Tribut - ganze neun Jahre lang. Innerhalb der neun Jahre ließ er im ganzen Lande feste Burgen bauen. Und in dieser Zeit rüstete er ein Heer von Panzerreiter aus. Jeder zehnte Bauer ward ausgestattet mit Pferd, Rüstung, Schwert und Lanze, während die anderen neun seine Arbeit mit zu leisten hatten.

So begann man anno 929 damit, Quitlinga mit Graben, Erdwall und steinerner Mauer zu umgeben und auf dem heutigen Burgberg ein Kloster mit Basilika zu errichten.

Wir befinden uns nun auf dem Weg nach Quitlinga. Hermann Billung und Gero, zwei Heerbannführer König Heinrichs, begleiten den Mönch Eribert aus dem Kloster Corvey durch die dunklen Wälder des Harzes. Eribert soll im Auftrag des Königs auf dem Felsen über der Ansiedlung eine Kirche errichten. Als man tags darauf die Baustelle inspiziert, ist Bruder Eribert über das Gemenge von Menschen stark verwundert. Hier begegnet er Bertrad, einem kölsche Jong, den sein Schicksal nach Quitlinga verschlagen hat. Nach dem Tod seiner Familie verließ er seine Heimat, um einen Neuanfang zu wagen. Hier im Grenzland zwischen Sachsen und Slawen findet er neue Freunde und lernt eine slawische Dienstmagd kennen, welche sein Herz erobert. Dank seiner Kraft und Standhaftigkeit wird er ins neu aufzubauende Reiterheer König Heinrichs aufgenommen . . .

Die neun Jahre sind vergangen und ungarische Gesandte kommen an den Königshof, um den jährlichen Tribut einzufordern. Statt der Wagenladung voller Gold wird den Gesandten jedoch ein toter Hund vor die Füße geworfen.

Dies bedeutet K r i e g !

Wie wird es den Freunden ergehen     →

                                                                                kommet, schauet

und bestaunet.


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