Tempus Saltus Tempus Saltus


 


Kaiser Otto der Große ist der mächtigste Herrscher im Weströmischen Reich, welches sich von der Ostsee über die Alpen bis nach Rom erstreckt. Im Oströmischem Reich herrscht Kaiser Johannes Tsimiskes, genannt der Basileus, über den gesamten Mittelmeerraum bis hin zu den arabischen Kalifaten. Beide Herrscher halten sich für den einzig legitimen Nachfolger des großen Cäsar. Mit einer Hochzeit wollen Otto der Große und der Basileus den Brückenschlag zwischen den beiden europäischen Reichen vollziehen. So wird Theophanu, die zwölfjährige Nichte des Basileus, zum Handelsobjekt zwischen Ost- und Westrom. Jeder der beiden Herrscher erhoffte sich einen Vorteil aus dem "Ehebündnis", das zwischen Theophanu und dem Sohn Otto des Großen beschlossen wurde.

Noch mädchenhaft unbekümmert wird sie aus ihrer vertrauten Umgebung in eine ihr ganz und gar fremde Welt befohlen. Theophanu, auffallend schön und klug, wird von den einen geliebt, von den anderen als Fremde - zudem nicht standesgemäß - mit Misstrauen im weströmischen Reich empfangen.

Trotz des Eheabkommens keimte zwischen ihr und Otto II. recht bald eine Liebe auf, die beide eng miteinander verband. Besonders für Theophanu bedeutete diese Liebe viel, war sie doch als Ausländerin - eine Fremde im Reich. Schon bald erkannte sie, dass ihr keineswegs von allen am kaiserlichen Hof Respekt und Anerkennung entgegengebracht wurden. Besonders angespannt gestaltete sich das Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter Adelheid und deren Neffen Heinrich von Bayern - später auch der Zänker genannt.

Mit Theophanu kam griechisch-byzantinische Lebensart in das karge Land zwischen Rhein und Elbe, in der Kunst, in der Bildung, im Handwerk, ebenso in der Mode. Die Fremdartigkeit dieser revolutionären Neuerungen und die Eifersucht der verblühenden Schönheit Adelheid, die ihren politischen Einfluss am Hofe schwinden sah, mag der Grund der anfänglichen Rivalität zwischen Adelheid und Theophanu und für die zahlreichen Intrigen gegen die junge Kaiserin gewesen sein.

Theophanu aber lernt sehr schnell politisch denken und handeln und bewährt sich nach dem frühen Tod ihres Gemahls unvergleichlich, indem sie stets im Aufgenötigten ihre Bestimmung sah. Ihr erklärtes Ziel war das Reich zu festigen, um ihrem Sohn Otto III. die Macht und spätere Regentschaft zu sichern. Beim Erreichen dieses Zieles standen der Kaiserein auch eine Reihe von Bischöfen und Vertretern des Adels zur Seite. Allen voran Willigis, der Erzbischof von Mainz.

Einige Fürsten des Reiches jedoch lehnten die Regentschaft einer Griechin weiterhin entschieden ab. Diesen Zwiespalt machte sich Heinrich der Zänker zu nutze und entführte den Thronfolger aus der Obhut Bischof Williges - in einem Moment, in welchem sich Theophanu und Adelheid in Pavia aufhielten. Doch nicht genug damit, er forderte überdies die Herausgabe der Reichsinsignien, denn wer den Thronfolger und die Reichinsignien in seinen Händen hält, der hält auch die Macht in den Händen. Jetzt erkennt auch Adelheid, dass nur durch innere Einigkeit das Erbe ihres Gemahls gerettet werden kann. Gemeinsam mit Theophanu gehen sie zum Gegenangriff auf die Verräter um Heinrich dem Zänker über.

Wird der Plan des Zänkers aufgehen oder gelingt es Theophanu und ihren Verbündeten das Unheil aufzuhalten ?

Die Geschichte weiß es und

ihr könnt es erfahren . . .


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