Tempus Saltus Tempus Saltus


                   


Herr König Karl ist auf dem Gipfel seiner Macht ! Am Hofe zu Aachen treffen sich Menschen aus allen Teilen des Reiches. Hier genießen die Söhne und Töchter der Fürsten und Gaugrafen nicht nur die beste Schule und Förderung - manch einer wird auch als Geisel festgehalten. So auch Martin, Sohn Hartrats, des Helmegrafen aus dem Thüringerland. Man brachte ihm Kunde, das seine Mutter Regilindis elend sei. Deshalb bittet er König Karl um Urlaub, um daheim, auf der Ratzelburg, nach dem Rechten zu sehen. Während Martin auf dem Weg an die Thyra ist, betritt eine dunkle Gestalt die Bühne - Graf Meginhar. Er kommt von Besancon und führt in seinem Tross Gefangene mit. Drei Frauen und reisige Sachsen und Thüringer. Zwei Frauen vom pagus helmingove, es sind dies Gertrud, die Kräuterfrau, und Adelheid, Tochter des blinden Mönch Otto und seiner Frau Inge, und eine ganz eigenartige, hochragende Sächsin - Rauthgundis - eine heidnische Runenmeisterin. Es stellt sich heraus, das auch sie auf dem Weg zur Ratzelburg sind, um Hartrats Weib Hilfe zu bringen.

Derweil irgendwo am Rande des Harzes - wo sich uralte Wege von West nach Ost und Süd nach Nord kreuzen - im Schatten der alten, gewaltigen Thing-Linde, treffen sich die Boten der Stämme aus dem Sachsen- und dem Thüringerland. Hartrat, der Graf aus dem Helmegau, an seiner Seite Dankwart, ein Ratzelburger Krieger, halten unter ihren ausladenden Zweigen Rast. Hier erwarten sie Wieland, den freien Sachsenbauern, und Volkmar, dessen ungestümen Sohn. Es geht um die neuerliche Eingrenzung und Beschneidung ihrer letzten Freiheiten durch König Karl. Doch nicht nur für Hartrat und Wieland ist die mächtige Linde Treffpunkt und Ziel, auch Martin und kurze Zeit später Gertrud, Adelheid und Rauthgundis halten unter ihr Rast. Und während Rauthgundis zur Eile mahnt, ziehen sich die dunklen Wolken über der Ratzelburg zusammen. Sie sieht in ihren Runen das drohende Unheil, den Sturm und blutigen Regen.

Auf der Ratzelburg angekommen, erfährt Martin vom geplanten Aufstand der Stämme. All seine Bemühungen, das drohende Unheil abzuwenden, scheitern. Der Besuch des Bischofs und Meginhar lassen die Lage nur noch schlimmer werden.
Wird die Ratzelburg zu Staub zerfallen und ihre Bewohner untergehen -

oder gibt es doch noch Rettung ?



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